Startschuss für verpflichtende Laienreanimations-Schulungen an Schulen
Bornheim/ Köln, 5. Mai 2026. Mit einem deutlichen Zeichen für mehr Sicherheit und gelebte Zivilcourage fiel bei den Maltesern in der Diözese Köln letzte Woche der Startschuss für die künftig verpflichtende Laienreanimationsschulung an Schulen. An der Erzbischöflichen Ursulinenschule in Bornheim Hersel wurde der Auftakt für das neue Schulungskonzept gesetzt, das ab dem 1. August verbindlich für die Klassenstufen 7 bis 9 in NRW eingeführt wird.
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurden elf Sportlehrkräfte der Realschule und des Gymnasiums der Ursulinenschule intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Die Einweisung in die Laienreanimation erfolgte nach dem Herzensretter-Status Bronze und wurde von Jasmin Klinkner durchgeführt, die Schulsanitätsdienstleiterin, Ausbilderin und Rettungssanitäterin bei den Maltesern in Bornheim ist. Mit dem Herzensretter‑Status Bronze lernen Teilnehmende kompakt und praxisnah das Wichtigste bei einem Notfall mit Herzstillstand: ‚Prüfen – Rufen (Notruf) – Drücken‘ – also die Wiederbelebung durch Herzdruckmassage. Klinkner bereitete die Lehrkräfte gezielt und praxisnah auf ihre Multiplikatorenrolle für das Thema der Laienreanimation vor.
Mit großem Engagement gehen die Lehrkräfte bereits jetzt über die Vorgaben des entsprechenden Erlasses des NRW-Schulministeriums hinaus: Noch vor den Sommerferien wollen sie starten und in den Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 jeweils zwei Unterrichtseinheiten zur Laienreanimation fest im Sportunterricht verankern. Die dafür notwendigen Übungsphantome, die von der Bezirksregierung zur Verfügung gestellt werden, sind bereits eingetroffen. So konnte direkt praktisch geübt werden.
Ziel der verpflichtenden Schulungen ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für lebensrettende Sofortmaßnahmen zu sensibilisieren, Hemmschwellen abzubauen und Handlungssicherheit zu vermitteln. Durch die Qualifizierung von Lehrkräften wird eine nachhaltige und flächendeckende Umsetzung der Laienreanimationsausbildung an Schulen ermöglicht.
Auch andere Schulen können von diesem Angebot profitieren: Die Malteser unterstützen nicht nur Lehrkräfte bei der Einführung der Laienreanimation, sondern bildet auch Malteser Schulsanitäterinnen und Sanitäter zu Juniortrainern aus. Diese geben ihr Wissen anschließend eigenständig an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiter und stärken so nachhaltig die Hilfsbereitschaft und Handlungskompetenz im Schulalltag.
Interessierte Schulen können sich für weiterführende Informationen per E-Mail wenden an: Anna Klein, Referentin Schulsanitätsdienste der Malteser im Erzbistum Köln, ssd.dgs.koeln@malteser.org
Foto: (Malteser DGS Köln) Jasmin Klinkner bereitete Lehrkräfte der Ursulinenschule in Bornheim Hersel am 27. April gezielt auf ihre Multiplikatorenrolle beim Thema Laienreanimation vor.
Quelle: www.malteser-koeln.de