Zum Hauptinhalt springen

DIE FAMILIENUNTERNEHMER - 11. Africa Business Forum 2026

Die Familienunternehmer bringen Afrika und Europa zusammenDeutsch-afrikanische Freundschaft

 „Afrika lässt sich nicht allein anhand von Zahlen verstehen. Man muss den Kontinent entdecken, erleben und seine Vielfalt kennenlernen.“ Monsang Bienvenue Angui, Unternehmerin und Buchautorin

 „Was wissen wir über Afrika? In den Medien lesen wir meistens über Kriege und vielleicht noch über Safaris. Kaum jemand weiß, dass zum Beispiel Biontec in Kigali eine Impfstofffabrik gebaut hat, und auch die renommierte Carnegie Mellon University mit Sitz im US-Bundesstaat Pennsylvania engagiert sich in der Hauptstadt von Ruanda.“

Mit diesen Worten eröffnete Martin Hecker, Gründer und CEO von AmaliTech, einem globalen Tech-Dienstleister und Beratungspartner mit Standorten in Ghana, Ruanda, Deutschland und den USA, seine Keynote zum 11. Africa Business Forum. Ein weiteres wichtiges Thema seiner Ansprache: Die demografische Entwicklung: In Europa liegt das Durchschnittsalter bei etwas über 46 Jahren, in Afrika beträgt es 19 Jahre. Hecker: „Afrika ist voller Wunder und junger Menschen.“ Er ergänzte, dass die junge Bevölkerung Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung eröffne – vorausgesetzt diese würden erkannt und gemeinsam genutzt.

Partnerschaftliches Wachstum

Zum 11. Mal hatten DIE FAMILIENUNTERNEHMER mit dem Africa Business Forum einen Ort der Begegnung für Unternehmer und Entscheidungsträger aus Afrika und Europa geschaffen. „Dies ist der Ort, an dem Business auf Business trifft – und an dem Afrika und Europa sich als Partner begegnen“, brachte es Roland Ndaka Fru, Unternehmer und Mitgründer des Forums, auf den Punkt.

Olaf Ziegs, stellvertretender Regionalvorsitzender von DIE FAMILIENUNTERNEHMER Metropolregion Köln Bonn und Mitgründer des Forums, umriss den Kerngedanken der Veranstaltung folgendermaßen: „Wir wollen helfen, Geschäftsbeziehungen aufzubauen und Geschäfte anzubahnen.“

Unter dem Leitgedanken „Brücken bauen“ diskutierten im Wasserturm Hotel Cologne über 80 Teilnehmer - zu gleichen Teilen aus Europa und Afrika -, wie die Potenziale beider Kontinente zusammengebracht, gebündelt und gewinnbringend in partnerschaftliches Wachstum verwandelt werden können. 

Auf dem umfangreichen Programm standen Panels mit Experten aus Deutschland und Afrika, Breakout Sessions zu verschiedenen Themenfeldern, wie u.a. „Tech & Innovation“, „Landwirtschaft“, „Innovation im Mittelstand“ und „Finanzierung“ sowie Keynotes namhafter Impulsgeber aus Wirtschaft und Innovation.

Jesse Happy Ndongo, Geschäftsführer EasyGroup Experience, schickte seinem Impulsvortrag eine überraschende Aufforderung voraus: Er bat alle Anwesenden, aufzustehen und sich persönlich zu begrüßen. Eine Geste, die das Anliegen der Veranstalter deutlich machte, einander als Geschäftspartner und Menschen wirklich wahrzunehmen.

Panel 1: „Innovation beginnt damit, einen Bedarf zu verstehen“ (Dr. Emmie Chiyindiko)

Das bestätigte Christiane Bauer, Personalleiterin Emons Services GmbH und Teilnehmerin des ersten Panels, in dem es um Technologie und Innovation ging. Bauer befand, dass es das Wichtigste sei, mit den Menschen in Kontakt zu kommen, nicht mit der Technologie.

Innovation sei ohnehin mehr als Technologie, betonte Monsang Bienvenue Angui, Autorin des Buches „Afrika von A bis Z“ und Beraterin für interkulturelle Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Afrika.

„Wenn wir über Innovation sprechen, lautet die entscheidende Frage nicht: ‚Welche Technologie haben wir?‘, sondern: Welches Problem wollen wir lösen, für wen, in welchem Kontext und wie relevant ist unsere Lösung vor Ort?“ So könne Innovation auch bedeuten, lokales Know-how in ein modernes, strukturiertes und skalierbares Geschäftsmodell zu überführen. Als ein Beispiel wurde das Unternehmen Dabali Xpress genannt, das internationale Fast-Food-Konzepte aufgreift und mit ivorischen Gerichten verbindet.

Monsang Bienvenue Anguis Fazit: „Afrika lässt sich nicht allein anhand von Zahlen verstehen. Man muss den Kontinent entdecken, erleben und seine Vielfalt kennenlernen.“ Dr. Emmie Chiyindiko, Gründerin des Falling Walls Lab Simbabwe, ergänzte: „Meine Botschaft lautet: Partnerschaften mit Afrika funktionieren, wenn wir unvoreingenommen an die Sache herangehen und nicht mit einer Liste dessen, was fehlt.“

“We are here for a vision” (Meike Neitz)

Das zweite Panel widmete sich Wertschöpfungsketten und Finanzierung. Unter der Moderation der Startup-Expertin und Namibia-Kennerin Meike Neitz diskutierten die Teilnehmer darüber, wie unternehmerische Visionen in tragfähige Geschäftsmodelle übersetzt und wirtschaftliche Partnerschaften aufgebaut werden können.  Einig war man sich, dass es für europäische Unternehmen wichtig sei, den Austausch mit lokalen Akteuren zu suchen, die Marktgegebenheiten unter Berücksichtigung der Infrastruktur vor Ort zu verstehen und Vertrauen aufzubauen.  

Auf dem Podium sprachen: Gabriele Pulvermüller, Gründerin des RAIN Redsalt Angel Investment Network, Mercy Mukulu von der Westerwelle Foundation in Kenia, Gerwin Schüttpelz, Gründer des Klebstoffherstellers cph Deutschland Chemie GmbH, Unternehmer mit viel Afrikaerfahrung, Andreas Voss, Director Regional Sales Head MidCorps DACH - Deutsche Bank - und ehemaliger Leiter der nigerianischen Repräsentanz der Deutschen Bank sowie Niklas Fischer Palser, Senior Analyst, DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft.

Die Bilanz von Olaf Ziegs: „Unser 11. Africa Business Forum war ein voller Erfolg. Mit mehr als 80 Unternehmerinnen und Unternehmern, davon ein Großteil aus Afrika, konnten wir unser Ziel erreichen, den Austausch zwischen der afrikanischen und deutschen Wirtschaft stark zu fördern."

Unter den Gästen waren u.a. Dr. Frank Weyers, Friedrich Naumann Stiftung, Leiter Bildungszentrum NRW, Miklos Romandy von der Friedrich-Naumann-Stiftung in Südafrika, Prof. Dr. Bernd Glazinski, Dr. Daniela Saccà, Referentin Asien – MENA – Subsahara Afrika, Friedrich Naumann Stiftung, Ariane Brenner, Deutsche Bank, Andreas Voss, Deutsche Bank, Oliver Moch, Deutsche Bank und Unternehmerin Vera Peters.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER folgen als die politische Interessenvertretung für mehr als 180.000 Familienunternehmen den Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die Familienunternehmer in Deutschland beschäftigen in allen Branchen rund 8 Millionen Mitarbeiter und erwirtschaften jährlich einen Umsatz in Höhe von 1.700 Milliarden Euro. Der Landesbereich Nordrhein-Westfalen reicht bis ins südwestliche Niedersachsen und unterteilt sich in zehn Regionalkreise.

Olaf Ziegs und Roland Ndaka Fru stehen für Interviews zur Verfügung.

Anbei erhalten Sie unsere Pressefotos, die Sie kostenfrei verwenden dürfen. Rechte: Die Familienunternehmer

B.U.: Die Familienunternehmer bringen Afrika und Europa zusammen

Das 12. Africa Business Forum findet am 7. Oktober 2027 statt.

Quelle: Jörg Schwarz - Journalismus, PR & Lyrik
Abbildung: © Die Familienunternehmer - Die Familienunternehmer bringen Afrika und Europa zusammen

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.

CookieHint and Consent by reDim GmbH (Öffnet in neuem Fenster)