Ausstellung "Freundinnen vom romantischen Salon zu Netzwerken heute" Frauenmuseum Bonn

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Freundschaftskult, an dem Frauen einen prägenden Anteil hatten. Freundschaft wurde zur weiblichen Bühne – entweder im direkten Austausch oder im Briefkontakt. Literarische Zirkel und Salons dienten Frauen zur Weiterbildung, motivierten sie zum eigenen Schreiben und stellten einen akzeptierten Schritt in die Halböffentlichkeit dar. Der Austausch mit einer Vertrauten ermutigte Frauen dazu, traditionelle Rollen zu überschreiten.
Freundinnen waren Partnerinnen für ledige Frauen, die keine eigene Familie gründeten oder verwitwet waren. Als im Laufe des 19. Jahrhunderts die ersten bürgerlichen Frauen einen Beruf ergriffen, konnten sie mit einer Gleichgesinnten zusammen eher ihre Pläne realisieren...




